Kalligrahieausstellung  von Anja Petry

„Wandelbar“

 

 

 

 

 

Biographie: Anja Petry

Frau Petry ist in Bayern geboren und wuchs später im Dreiländereck Deutschland-Frankreich-Luxemburg in Perl auf, studierte Kommunikationsdesign an der Fachhochschule in Trier und wurde Diplom Designerin. Nach lehrreichen und lernreichen Tätigkeiten in Agenturen in Luxemburg, Freiburg und Köln machte sie sich als Grafik Designerin selbstständig.

Seit 2007 spezialisiert sie sich zunehmend auf die Kalligraphie und arbeitet seitdem in diesem Bereich für Agenturen, Verlage und Endkunden.Auf diversen nationalen und internationalen Ausstellungen und Wettbewerben konnte sie ihre Arbeiten präsentieren. 2016 wurde sie zum Großen Preis der Kalligraphie in Westerloo, Belgien eingeladen. Das damals entstandene Bild „Wandelbar“ finden sie in Gini Mazzini’s lebendiger Kunst Ecke.

Seit 2006 teilt sie ihr Wissen, ihre Fähigkeiten und Fertigkeiten in Workshops und Vorträgen mit Kindern und Erwachsenen.

Den professionellen, gleichwohl künstlerischen, spielerischen und freien Umgang mit Schrift hat sie sich in Weiterbildungen und Workshops angeeignet, die sie von Gottfried Pott in Wiesbaden über verschiedene Aufenthalte bei und Begegnungen mit nationalen und internationalen Kalligraphen geführt haben.

Neben der Leidenschaft der Kalligraphie ist die graphische Arbeit am Computer der Beruf von Frau Petry,dabei bietet das kalligraphische Arbeiten mit der Handschrift einen Ausgleich für die planbare Arbeit am PC. Denn die Handschrift, erdet den Menschen, führt ihn zu sich selbst zurück und entzieht ihn damit der Gefahr einer Fremdbestimmung durch die moderne Technik.

Frau Petry arbeitet am liebsten mit Tusche und bedient sie sich verschiedener Stilmittel: Kontraste (groß/klein, schwarz/weiß, hart/weich) und Farbe.

In dem Bild Communication zeigen zum Beispiel die Farben rot und blau die Verbindung von Körper und Seele. 

 

Desiderata

Gehe gelassen inmitten von Lärm und Hast und denke an den Frieden der Stille.

So weit als möglich, ohne dich aufzugeben,sei auf gutem Fuß mit jedermann.
Sprich deine Wahrheit ruhig und klar aus,und höre Andere an,
auch wenn sie langweilig und unwissend sind,denn auch sie haben an ihrem Schicksal zu tragen.
Meide die Lauten und Streitsüchtigen.
Sie verwirren den Geist.

Vergleichst du dich mit anderen,kannst du hochmütig oder verbittert werden,
denn immer wird es Menschen geben,die bedeutender oder schwächer sind als du.
Erfreue dich am Erreichten und an deinen Plänen.
Bemühe dich um deinen eigenen Werdegang,wie bescheiden er auch sein mag;
er ist ein fester Besitz im Wandel der Zeit.

Sei vorsichtig bei deinen Geschäften,denn die Welt ist voller Betrügerei.
Aber lass deswegen das Gute nicht aus den Augen,
denn Tugend ist auch vorhanden:
Viele streben nach Idealen,und Helden gibt es überall im Leben.

Sei du selbst.
Täusche vor allem keine falschen Gefühle vor.
Sei auch nicht zynisch, wenn es um Liebe geht,denn trotz aller Öde und Enttäuschung verdorrt sie nicht,
sondern wächst weiter wie Gras.

Höre freundlich auf den Ratschlag des Alters,und verzichte mit Anmut auf die Dinge der Jugend.
Stärke die Kräfte deines Geistes,um dich bei plötzlichem Unglück dadurch zu schützen.
Quäle dich nicht mit Wahnbildern.
Viele Ängste kommen aus Erschöpfung und Einsamkeit.
Bei aller angemessenen Disziplin,sei freundlich zu dir selbst.
Genau wie die Bäume und Sterne,so bist auch du ein Kind des Universums.
Du hast ein Recht auf deine Existenz.

Und ob du es verstehst oder nicht,entfaltet sich die Welt so wie sie soll.
Bleibe also in Frieden mit Gott,was immer er für dich bedeutet,
und was immer deine Sehnsüchte und Mühen in der lärmenden Verworrenheit des Lebens seien –
bewahre den Frieden in deiner Seele.
Bei allen Täuschungen, Plackereien und zerronnenen Träumen ist es dennoch eine schöne Welt.

Sei vorsichtig. Strebe danach glücklich zu sein.

 

Aus ‚Poems‘ des amerikanischen Dichters Max Ehrmann (1872-1945), geschrieben 1927

 

„Desiderata“